Titelliste
- 1. Poslannia v pliashtsi3:06
Geschichte
Dieses Lied ist eine Metapher für das ganze Schaffen des Autors. Es ist wie ein inneres Tagebuch, in eine Flasche verkorkt und ins Ungewisse geschickt. Vielleicht findet es niemand… aber wenn auch nur einer es findet — dann war das Leben nicht umsonst gelebt.
„Ich verliere den Glauben einfach nicht — denn ins Lied lege ich mein Herz“ — damit ließe sich das ganze Album unterschreiben.
- 2. Mynaiut dni3:55
Geschichte
Ein Lied des Nachdenkens darüber, wie schnell die Zeit vergeht. Weise, ruhig, mit leiser Trauer und mit Dankbarkeit für das Gelebte. Ein Text wie geschaffen für die wichtigen Momente — für einen Geburtstag, für eine Rückschau, für ein Gebet um das Leben.
Hier klingt Ehrfurcht vor der bloßen Tatsache des Daseins. Denn nicht alles Vergangene ist Verlust. Ein Teil davon ist ein Geschenk.
- 3. Ty maiesh buty skeleiu3:37
Geschichte
Ein außerordentlich starkes Lied. Geschrieben nach der wahren Geschichte einer kranken Frau, die ihr Mann verlassen hat. Es ist ein Schrei, aber ein Schrei der Würde. Ein Lied über die Kraft einer Frau, die nicht zerbrach, selbst als sie jedes Recht gehabt hätte zu fallen.
„Der Fels hättest du sein sollen… und ich wurde er“ — eine Zeile, bei der einem der Atem stockt. Das ist ein Lied des Schmerzes. Das ist ein Lied des Beistands.
- 4. Doroha4:00
Geschichte
Geschrieben nach dem Tod eines Ehepaars — der Nachbarn des Autors. Ein Requiem in Liedform, ohne jedes Pathos, aber mit tiefer Menschlichkeit. Es geht um ein Ereignis, das ein Dorf entzweiriss und Stille hinterließ.
„Ach, Weg, du Weg…“ — nicht nur der auf der Landkarte, sondern auch der Weg des Lebens, auf dem wir alle Reisende sind.
- 5. Kudy bez tebe4:00
Geschichte
Ein Lied über die Liebe — echt, tief, hingegeben. Darüber, wie wichtig es ist, jemanden an seiner Seite zu haben, der wirklich mitgeht.
In diesem Lied steckt die ganze Philosophie des Da-Seins: „Mit dir scheint der Weg leicht“.
- 6. Chy zmyie doshch3:21
Geschichte
Ein gesellschaftliches Lied. Es klingt sanft, spricht aber von harten Dingen: von Gleichgültigkeit, von Misstrauen, von der Verhärtung des Menschen. Dieser Text ist eine Erinnerung daran, dass wir auf einer Erde leben und aus einem Brunnen trinken.
Eines der versöhnlichsten Stücke des Albums.
- 7. Poslukhai shcho skazhu3:30
Geschichte
Das ist ein Lied des Vertrauens. Es klingt wie ein nächtliches Gespräch zweier Freunde, die müde sind, aber noch an Besseres glauben. Im Refrain liegt der Glaube, dass das Licht nicht erlischt, solange es die gibt, die nah sind.
Eine sehr zarte und menschliche Komposition.
- 8. Chomu bosonish ydesh ty po snihu4:00
Geschichte
Das Schlüssellied des Albums und seine zentrale Metapher. Die Heldin geht barfuß durch den Schnee und fürchtet die Kälte nicht. Sie ist ein Sinnbild der offenen Seele, die sich vor dem Schmerz nicht verschließt. Dieses Stück ist eine poetische Entdeckung, die im Traum entstanden ist. Und man spürt es.
Vielleicht das schönste Bild im ganzen Schaffen von Andrii Stadnik.
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