Alles beginnt mit einem einfachen Wunsch — Licht zu hinterlassen.
Andrii hat sein ganzes Leben in der Westukraine verbracht. Der Dienst an Menschen führte ihn durch fast jede Region dieses Landes — von Snjatyn am Fuß der Karpaten bis Roschyschtsche in Wolhynien, über Stryj bei Lwiw bis Irschawa in Transkarpatien. Diese Wege, Dörfer und Menschen haben sich für immer in sein Herz gelegt und meldeten sich später in seinen Liedern zu Wort — in der Liebe zur Heimat, zum Zuhause, zum stillen Wunder eines gewöhnlichen Tages. „Städte und Dörfer sind die Spuren der Seelen, die dieses Land geliebt haben“, wird er später über diesen Landstrich schreiben. Und dieselbe Hingabe an den Menschen klingt heute in jedem seiner Lieder.
Zur Musik kam Andrii nicht in jungen Jahren: die ersten Lieder entstanden erst in seinem einundfünfzigsten Lebensjahr — da, wo das Herz schon etwas zu sagen hatte. Und es zeigte sich, dass Lieder „im Herzen blühen wie Blumen“ — man muss nur die Augen öffnen und in sich hineinsehen.
Hinter jedem seiner Lieder steht nicht der Wunsch zu gefallen, sondern der Wunsch, einen Menschen zu berühren. Den zu trösten, dem es schwerfällt. Den Erschöpften daran zu erinnern, dass er noch lebt. Den Nächsten das zu sagen, was in alltägliche Worte nicht hineinpasst. Wenn auch nur ein Lied jemandes Herz berührt — dann war es nicht umsonst geschrieben. Denn hinter all seinen Liedern steht eine Überzeugung, die er immer wieder ausspricht: „wir sind alle eins“.
Diese Lieder handeln vom Gefühl des Lebens: von Zuhause und vom Weg, von Familie und Treue, von dem Glauben, der auch in der Stille trägt, von der Liebe zur Heimat und vom stillen Wunder des Alltäglichen. Da ist die Freude des Frühlings und die Trauer der Herbstfarben, Wiegenlieder für die Enkel und Gebete für das Land, Worte des Dankes und Worte der Hoffnung. Und in den Liedern der Kriegsjahre klingt der Glaube an die Unbeugsamkeit eines Volkes — jenes Volkes, das „die Wurzel der Welt… störrischer Mut“ ist. All das eben, woraus ein Menschenleben wirklich besteht.
Der Grundgedanke ist einfach: das Leben ist ein Geschenk, das man mit Sinn und mit Gutem füllen und dann weitergeben sollte — an die Kinder, an die Enkel, an jeden, der es hört. Denn „das Licht bleibt in den Worten und in den Liedern“.
Mögen diese Lieder ein Tropfen Wärme für Sie sein. Hören Sie, teilen Sie, leben Sie.